Nach zuletzt einer Reihe enttäuschender Ergebnisse, gab es am vergangenen Freitag für die Herren des TV Altötting endlich wieder einen verdienten 3:0 Heimsieg. Regelrecht unter die Räder gekommen waren dabei die Gäste aus Unterneukirchen gegen die von Beginn an dominant aufspielende Truppe von Spielertrainer Maxi Göldel, der in der vergangenen Woche seinen 29. Geburtstag feierte. Die rund 80 Zuschauer mussten allerdings lange auf die ersten Tore warten, weil in Hälfte eins die wirklich guten Chancen ausblieben. Zwar kamen die Altöttinger immer wieder in den Strafraum des Gegners, aber wirklich zwingende Torabschlüsse, bei denen Unterneukirchens Torhüter Dennis Herzog hätte aktiv werden müssen, blieben aus: die Standardsituationen waren mehr als harmlos und die Kugel kullerte ein ums andere Mal knapp am Tor vorbei. Eine Großchance in der 40. Minute vergab Thorsten Burkhardt, als er den glitschigen Ball nicht richtig unter Kontrolle bekam, und anstatt flach einzuschieben, dem Torhüter die Chance zu einer erfolgreichen Blitzreaktion gab. Auch die Gäste waren bei den wenigen schnellen Entlastungsangriffen, die sie starteten, keineswegs gefährlich.
Ganz anders hingegen in Hälfte zwei, die im Grunde genommen mit dem ersten Tor(47. Minute) von Thorsten Burkhardt begann: mit dem ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff legte Burkhardt den Grundstein für den ersten lupenreinen Hattrick seiner Karriere. “In der Bundesliga ist mir das jedenfalls nicht passiert”, witzelte der 35-jährige nach dem Abpfiff. In den folgenden 15 Minuten ließen die Altöttinger nicht locker und so kam Burkhardt auch zu seinen Saisontreffern 3(58. Minute) und 4(63. Minute). Zu diesem Zeitpunkt schienen sich die Gäste schon aufgegeben zu haben. Gegenwehr gab es nicht, nur noch einige Frustaktionen, die in der 74. Minute zu einer Gelb-Roten Karte für Alexander Nigl führten.
“Der Weg ist ganz schön lang”, sagte Spielertrainer Maxi Göldel nach dem Sieg. Ob er damit den Weg mit dem Geburtstagsbierkasten vom Auto zur Mannschaftskabine meinte, wo der Sieg anschließend ausgiebig gefeiert wurde, oder die intensive Taktikarbeit der letzten Wochen, die schön langsam Früchte zu tragen scheint, ließ Göldel dabei offen. Damit machte der TVA zunächst den Sprung aus den Abstiegsrängen klar, auch wenn die Konkurrenten aus dem Ligakeller ihre Spieler erst am Sonntag noch haben. Allerdings sind die Altöttinger auch durch Spielverlegungen gegen Winhöring und Pleiskirchen noch zwei Spiele im Rückstand. Am kommenden Sonntag gehts daher dann, allerdings mit nun gestärktem Rücken, erstmal zum Kellerduell nach Traunwalchen.



