(von Alex Urian)Bei schönstem Herbstwetter empfingen die Fußballfrauen des TVA vergangenen Samstag den Tabellenzweiten der Bezirksoberliga, den vorjährigen Vizemeister, SC Amiticia München. Aufgrund der herbstlichen Bedingungen musste im heimischen Ludwig-Kellerer-Stadion auf den Nebenplatz ausgewichen werden, was der Stimmung aber nicht abträglich war.
Bis auf Amelie Kitzeder, die privat verhindert war, konnte das neue Trainergespann Wimmer und Urian auf einen breiten Kader mit 16 Spielerinnen zurückgreifen, und zeigte sich optimistich nicht kamfplos die Punkte nach München zu schicken.
Die 50 Zuschauer sahen anfänglich eine engagierte Partie der Wahlfahrtstädterinnen, angeführt durch
Kapitänin Patricia Grandi, doch wie bereits im Spiel gegen Otting wurde dies nicht belohnt, und Amiticia ging durch die starke Nora Bohaimid (12.) nach einer Standardsituation in Führung. Zu allem Überfluss verletzte sich Sandra Urich in einem Zweikampf so sehr, das sie mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden musste und durch Christina Pokrankt (17.) ersetzt wurde. Spät am Abend kam, zur Erleichterung aller, das es sich nur um eine starke Prellung bzw. Zerrung des Sprunggelenkes handelt, und Urich nicht allzu lange ausfallen wird. Diesen doch elementaren Ausfall machten sich die Gäste zu nutze, und erhöhten durch Theresa Streng (20.) postwendend auf 2:0. Die Heimelf steckte aber dennoch nicht auf und versuchte dagegen zu halten, allen voran, mit der aufopferungsvollen Eva Steinbach, und durch ein starkes Mittelfeld um Regiseurin Nina Urban und Ramona Mittermeier. Torhüterin Isi Kamhuber zeigte ebenfalls starke Szenen, und versuchte ihr Team durch Paraden und lautstarken Anweisungen im Spiel zu halten. Die Gäste ließen aber dennoch ihre Stärke aufblitzen, und nutzen jeden noch so kleinen Fehler, und erhöhten vor der Halbzeit noch zum 3:0 durch Bohaimid (28.) und 4:0 durch Theresa Wohlleb (44.).
Nun hieß es für das Trainerduo ihr Team in der Pause wieder aufzubauen. Noch grippegeschwächt konnte Corinna Szabo nicht mehr weiterspielen, und wurde zur zweiten Hälfte durch Verena Holzmann ersetzt. Auch Sophia Ergenzinger zeigte sich körperlich angeschlagen, für sie kam Tanja Leipold ins Spiel, in der Hoffung Impulse in der Offensive setzen zu können. Im Zusammespiel mit der diesmal im Sturm agierenden Melli Tomaschko, die ebenfalls keine schlechte Partie lieferte, aber immer wieder durch die Abwehr der Isarstädterinnen gestoppt wurde, sollte der Schaden noch etwas verringert werden. Aber trotz Systemumstellung konnte gegen den Angriff des SC kein Mittel gefunden werden, und Nora Bohaimid steuerte innerhalb drei Minuten Treffer 3 und 4 bei (55., 58.) bei. Nach einem schnellen Spielzug der Gäste netze Katrin Hofer noch in das eigene Tor (74.), und Nicole Zühlke sorgte in der 80. Minute für den Endstand von 8:0 für Amiticia.
Als Resumee der doch recht hohen Niederlage, die auch von vielen Zuschauern nach dem Spielverlauf als zu hoch erachtet wurde, bleibt zu sehen das sich die Frauen des TVA nicht kampflos ergeben haben, aber der Gegner einfach, momentan, eine Nummer zu groß war. Das Trainerduo sieht dennoch nicht schwarz für die Saison, anhand der ausgeglichenen Situation in der Tabelle ist noch alles möglich, die Klasse zu halten, und dies soll am Besten gleich nächsten Sonntag im Auswärtsspiel in Otterfing erfolgen.
