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SG Burghausen-Altötting holt wichtige Punkte im Abstiegskampf

Am Samstag den 09.02.2014 um 14:30 begrüßten die Herren der SG Altötting Burghausen den MTV Rosenheim sowie den MTV München IV zum 8. Spieltag in der Volleyball Bezirksliga Oberbayern Ost. Und eines war den „Burg-Öttingern“ hierbei klar: mindestens ein Sieg muss her, um dem drohenden Gespenst Abstieg zu entgehen. Denn trotz des überzeugenden Saisonstarts mit vielversprechenden Siegen (unter anderem gegen Meisterschaftsaspiranten Kirchweidach), wurde die Mannschaft aufgrund von Verletzungspech, taktischen Fehlentscheidungen des Trainers aber auch mangels Konstanz im Abruf der eigenen Spielqualität in den Tabellenkeller durchgereicht. So befand man sich vor diesem Schicksalsspieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz, was den direkten Abstieg zur Folge hätte. Dementsprechend motiviert zeigte sich die Mannschaft bereits in den Trainings vor diesem Spiel.

Burghausen – MTV Rosenheim

Jedoch trieb auch diesmal wieder der Verletzungsteufel sein Unwesen in Altötting. So musste Trainer Herwig Nemmer neben dem langzeitverletzten Abwehrchef/Libero Johannes Hintereder auch auf Diagonalangreifer Hansi Pfann verzichten, einen Hauptleistungsträger der Mannschaft. So mag es vielleicht diese schwierige personelle Situation gewesen sein, die den Trainer dazu verleiten ließ, gegen die stark favorisierten Rosenheimer mit einer für die Mannschaft ungewohnten Aufstellung zu starten. Dieser taktische Fehler machte sich auch umgehend bemerkbar. So gelang es dem Team nicht, den Gegner unter Druck zu setzen. Ungenauigkeiten im Aufbauspiel führten zu zahnlosen Angriffsversuchen und insgesamt 10 Aufschlagfehler führten zu einem hohen Rückstand den der routinierte MTV mit 14:25 gnadenlos auszunutzen wusste.

Vor dem zweiten Satz hielten Trainer und Kapitän Thomas Weindl eine kurze Krisensitzung, die zu einer Änderung der Aufstellung führten. Hauptangreifer Alexander Zur wechselte vom für ihn ungewohnten Diagonalangriff auf die angestammte Außenposition, zudem verstärkten Zuspieler Markus Thoma und Hauptangreifer Matthias Seidel das Team. Dieser taktische Wechsel zeigte auch umgehend Wirkung. Die Fehlerquote der Angaben wurde minimiert, das Aufbauspiel stabilisiert und dadurch war es dem Team möglich, den Gegner mit druckvollen Angriffswellen in die Knie zu zwingen. Vor allem Mittelblocker Toni Würländer brachte die Rosenheimer mit seinen Schnellangriffen immer wieder in Bedrängnis. So gelang es, dem Favoriten diesen Satz mit 25:20 abzuringen.

Mit unveränderter Aufstellung ging es in den dritten Satz. Jedoch konnte die Spielgemeinschaft den Schub durch den vorangegangenen Satzgewinn nicht nutzen. Im Gegenteil, Punkt um Punkt musste man an die Rosenheimer abgeben, die Annahme war schlecht, das Zuspiel ungenau, der Angriff lahm und die Abwehr nicht vorhanden. So geriet man schnell in einen hohen Rückstand, der auch durch die einzig herausragende Stärke, den Block, nicht mehr gut zu machen war. Dementsprechend musste der Satz mit 17:25 abgegeben werden. Aber man konnte bereits zum Ende des Satz ein Aufbäumen in der Mannschaft erkennen, die Jungs wollten es nochmal wissen.

Und so kamen die Burgöttinger wie der Phönix aus der Asche zurück ins Feld um den Rosenheimern im vierten Satz das Fürchten zu lehren. Angeführt von Mittelblocker Christoph Zur baute das Team ein Blockgebirge auf, welches die Gegner nicht überwinden konnten. Ein ums andere Mal wurden die Angriffe der MTVler mit „Liebesgrüßen aus Tibet“ direkt in deren Feld zurückgeblockt, sichtlich zur Verzweiflung des Rosenheimer Trainers. Auch im eigenen Angriff gelang der SG alles und Rosenheim wurde sprichwörtlich aus der Halle geprügelt. So gelang der wichtige vierte Satzgewinn für Altötting mit 25:15.

Mit der gleichen Dominanz startete man in den entscheidenden fünften Satz. So konnte blitzschnell ein komfortabler Vorsprung herausgespielt werden und beim Stand von 14:9 hörte man den langersehnten Ruf Matchball. Doch nun begann das große Nervenflattern. Rosenheim konnte sich Ball für Ball herankämpfen und erst beim Stand von 14:13 gelang Mittelblocker Alexander Spengler der alles entscheidende Schnellangriff.

Burghausen – MTV München IV

Siegestrunken wendeten sich die Herren der SG BGH/AÖ dem zweiten Spiel gegen den MTV München IV zu. Mit Blick auf die Tabelle galt dieser Gegner als deutlich schwächer und ein Sieg war somit Pflicht. Jedoch konnten die Altöttinger Jungs in den letzten drei Begegnungen kein Spiel gegen den MTV gewinnen. Aber dem Team gelang es umgehend, an die starke Leistung des ersten Spiels anknüpfen. Diesmal klappte es auch endlich mit den Angaben und so konnte der Gegner durch einige starke Aufschlagserien stark unter Druck gesetzt werden. So konnte auch Rookie Andreas Hauser zum Einsatz gebracht werden und überzeugen. Der erste Satz wurde klar dominiert und ging mit 25:15 an die Hausherren.

Doch wie so oft in dieser Saison folgte nach diesem Hoch sofort ein ausgiebiges Tief, nichts klappte, nichts stimmte, es war wie verhext. Weder die Agilität von Liberolegende Stephan Höllmüller noch der Spielwitz von Zuspieler Korbinian Aicher konnten das Team retten. Vom Pech verfolgt mussten die Sätze zwei und drei mit 20:25 und 23:25 abgegeben werden.

Doch die Mannschaft steckte nicht zurück. Gefolgt von einer aufpeitschenden Rede von Kapitän Weindl stürmte das Team in den vierten Satz und startete unter seiner Führung zusammen mit den Hauptangreifern Matthias Seidel und Alexander Zur ein wahres Angriffsbombardement. Ein Spieler des MTV bestätigte nach dem Spiel: „Wir kamen uns vor wie nackt in einem Hagelsturm.“ Diese Angriffsdominanz gepaart mit den gefürchteten „Jump-Float“ Aufschlägen von Zuspieler Markus Thoma machten die Sätze vier und fünf mit 25:17 und 15:6 zur reinen Formsache und man konnte das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden.

Trainer Nemmer nach dem Spiel: „Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs, die im entscheidenden Moment der Saison endlich gezeigt haben, was in ihnen steckt.“

MTV Rosenheim – MTV München IV

Im dritten Spiel des Tages konnte sich der MTV Rosenheim gegen den MTV München IV klar mit 3:0 Sätzen durchsetzen. Für Spannung sorgte hier der dritte Satz, in dem es den Hauptstädtern gelang bis zu einem Punktestand von 29:29 die drohende Niederlage abzuwehren. Dann jedoch siegte die Nervenstärke der Rosenheimer und beendeten diesen letzten Satz des Tages mit einem 31:29 Endstand.

Die SG Burghausen-Altötting konnte sich dank dieser Siege vom bisherigen achten und damit Relegationsplatz auf den sechsten Rang vorarbeiten. Dennoch ist mindestens ein Sieg am letzten Spieltag der Saison Pflicht, um sich endgültig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Hierzu lädt das Team am 15.03.2014 in die Neuöttinger Hallenbad-Turnhalle ein und baut auf die lautstarke Unterstützung des Publikums.


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